Sachlich oder emotional?
Emotionen sind unprofessionell, bei Meetings, Besprechungen oder einem Vortrag haben Emotionen nichts zu suchen. Sachlich bleiben, heißt es, wäre professionell.
Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden: Hast du schon einmal schluchzende Politiker:innen im Fernsehen gesehen oder Personen, die ihrer Wut vor der Kamera freien Lauf lassen? Selten kommt so etwas vor bei Interviews oder Vorträgen, stimmt’s?
Aber ist es tatsächlich so, dass Emotionen, die Leidenschaft und Beteiligung beim Sprechen signalisieren, bei Besprechungen nichts verloren haben?
Das Gegenteil ist der Fall.
Stimme macht Stimmung – so triffst du den richtigen Ton
Durch positive Stimmungen, die Leidenschaft am Thema und auch durch Beteiligung oder Betroffenheit, Nachdenklichkeit, Humor und Entschlossenheit, werden deine Inhalte erst gehört und verstanden. Stimmungen und Emotionen geben deiner Rede den notwendigen Ton, es entsteht Sprachmelodie. Auf diese Weise wird der Inhalt für deine Zuhörer:innen deutlich und leicht nachvollziehbar.
Deine Stimmung und innere Haltung sind dafür verantwortlich, ob dir Menschen zuhören und ob deine Sprache Handlungen auslöst. Menschen reagieren auf Emotionen und erinnern sich an das Gefühl, das deine Worte bei Ihnen ausgelöst hat. Lose emotionslose Worte werden rasch vergessen.
Mein Tipp – überlege genau, bevor du sprichst, was du durch dein Gespräch oder deinen Vortrag erwirken möchtest:
- zum Nachdenken anregen
- zu einer Handlung anspornen
- gewählt werden
- informieren
- warnen
- unterhalten
- amüsieren
- aufrütteln
- aufmuntern
- motivieren
Schreibe einige Möglichkeiten für dich auf. Achtung: es sind verschiedene Varianten erwägenswert.
Viel Freude beim Ausprobieren!
stimme.at-Autorin: Gunda Hofmann
Foto: Markus Winkler auf Unsplash