Neues Präsidium bei stimme.at: Generationswechsel mit klarer Zukunftsvision
Mit Wirkung zum 1. April 2026 hat das Netzwerk stimme.at ein neues Präsidium gewählt und damit einen bedeutenden Generationswechsel vollzogen. An der Spitze steht nun Yvonne Giesa-Schmitz als Präsidentin. Unterstützt wird sie von den beiden Vizepräsidenten Nikola Vodicka und Matthias Schloßgangl. Die Funktion des Schriftführers übernimmt Hannes Fromhund, während Reiner Philipp Kais als Kassier tätig ist.
Das neue Führungsteam folgt auf eine prägende Ära: Prof. Ingrid Amon und Arno Fischbacher, die beiden Gründer des Netzwerkes, übergeben die Verantwortung gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied Helena Meersteiner und Kassier Robert Espig. Mit ihrem Rückzug aus dem operativen Geschehen geht eine über zwei Jahrzehnte währende Aufbau- und Entwicklungsphase zu Ende.
Die Anfänge: Eine Vision aus dem Jahr 2004
Die Geschichte von stimme.at beginnt im Jahr 2004 – einer Zeit, in der die Bedeutung von Stimme, Wirkung und Kommunikation im beruflichen Kontext zwar zunehmend erkannt wurde, jedoch noch wenig institutionelle Verankerung hatte. Ingrid Amon, renommierte Expertin für Sprechtechnik und Stimmtraining, und Arno Fischbacher, Spezialist für Wirkungskompetenz und Kommunikation, verband die gemeinsame Überzeugung, dass Stimme weit mehr ist als ein technisches Werkzeug: Sie ist Ausdruck von Persönlichkeit, Haltung und Führung.
Aus dieser Überzeugung heraus gründeten sie stimme.at als Plattform für Austausch, Weiterbildung und Professionalisierung im Bereich Stimme und Kommunikation. Ziel war es, Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen – von Coaching über Training bis hin zu Therapie und Wirtschaft – zu vernetzen und ein gemeinsames Qualitätsverständnis zu etablieren.
Aufbauarbeit und prägende Jahre
In den folgenden Jahren entwickelten Amon und Fischbacher das Netzwerk kontinuierlich weiter. Sie organisierten Fachveranstaltungen, initiierten Kooperationen und setzten Impulse für die Professionalisierung der Branche. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für interdisziplinären Austausch: stimme.at wurde zu einem Ort, an dem sich Theorie und Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft begegnen konnten.
Ingrid Amon brachte dabei ihre langjährige Erfahrung als Trainerin und Autorin ein. Ihr Fokus lag auf der fundierten Ausbildung von Fachkräften sowie der Vermittlung eines ganzheitlichen Verständnisses von Stimme als Ausdruck von Persönlichkeit und Präsenz. Arno Fischbacher hingegen prägte das Netzwerk mit seinem Ansatz der „Stimme als Karrierefaktor“ und seiner Arbeit mit Führungskräften und Organisationen. Gemeinsam schufen sie eine starke inhaltliche Basis, die das Netzwerk bis heute trägt.
Der Übergang: Kontinuität und Erneuerung
Mit der Ernennung des neuen Präsidiums wird nun ein neues Kapitel aufgeschlagen. Yvonne Giesa-Schmitz und ihr Team stehen für eine Weiterentwicklung der bestehenden Werte – mit frischen Ideen und einem klaren Blick auf die Herausforderungen der Gegenwart, etwa Digitalisierung, neue Arbeitsformen und veränderte Kommunikationsanforderungen.
Gleichzeitig bleibt die Verbindung zur Gründergeneration erhalten: Ingrid Amon und Arno Fischbacher wurden zu Ehrenpräsidenten ernannt und werden dem Netzwerk weiterhin beratend zur Seite stehen.
Der Wechsel markiert damit keinen Bruch, sondern eine bewusste Weitergabe von Verantwortung – im Sinne eines Netzwerks, das sich seit seiner Gründung der Kraft der Stimme und der Qualität menschlicher Kommunikation verschrieben hat.
Foto: Franziska Imhäuser