Nicht die Zähne zusammenbeißen!
Kieferverspannungen sind ein verbreitetes, aber unterschätztes Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können zu Unbehagen führen, die Zähnen schädigen und sogar die Stimme beeinträchtigen.
Körperhaltung, Stress und Angst
Eine ungesunde Körperhaltung – besonders im Nacken- und Schulterbereich – kann die Belastung der Kiefermuskulatur erheblich erhöhen und Verspannungen in diesem Bereich bewirken: Die Kiefermuskeln müssen zusätzliche Arbeit leisten, um den Kopf in einer stabilen Position zu halten.
Stress und Angst sind Faktoren, die eine unbewusste Anspannung der Kiefermuskulatur auslösen: In stressigen Situationen neigen viele Menschen intuitiv dazu, die Zähne zusammenzubeißen oder den Kiefer anzuspannen. Diese Gewohnheit kann sich im Laufe der Zeit verstärken und zu chronischen Kieferproblemen führen.
Das hilft!
Wenn du das Gefühl hast, Dein Kiefer ist verspannt oder Deine Zunge klebt ständig am Gaumen und führt zu Schmatzgeräuschen beim Sprechen, dann probiere folgendes:
- Lege Deine Zungenspitze an den flachen Teil Deines Gaumens hinter den oberen Schneidezähnen.
- Lass sie dann locker, wie eine halbe Hängematte in Deinem Mund hängen. Schließe die Lippen, wobei sich die Zahnreihen nicht berühren.
- Dies ist die sogenannte physiologische Zungenruhelage und entspannt Kiefer- und Nackenmuskulatur und bringt die Zungenmuskulatur in eine eutone (ausgewogene) Spannung.
- Versuche diese Zungenposition in den Zeiten, in denen Du nicht sprichst, so oft wie möglich einzunehmen, damit sich Deine Zunge an diese physiologische Zungenruhelage gewöhnt.
Du wirst den wohltuenden Effekt bald spüren!
stimme.at-Autorin: Karolin Waibl
Foto: publicdomainpictures auf Pixabay