Erkältung im Anmarsch? Diese Atemübung stärkt Deine Abwehr
Wenn der Hals kratzt und die Nase läuft – was jetzt hilft
Du wachst auf, und da ist es wieder: dieses Ziehen im Hals, die leicht verstopfte Nase, ein allgemeines Frösteln. Die ersten Anzeichen einer Erkältung schleichen sich ein – genau jetzt, wo Du eigentlich volle Energie bräuchtest. Statt zu Medikamenten zu greifen, kannst Du mit einer kraftvollen Atemtechnik Deine Selbstheilungskräfte mobilisieren.
Diese einfache, aber intensive Übung stammt von Anno Lauten und setzt gezielt an der Quelle an: Deinem Atemsystem. Denn gerade bei beginnenden Infekten hilft eine bewusste Atemführung dabei, die Durchblutung anzuregen, die Atemwege zu befreien und den Körper in einen Zustand innerer Kraft zu bringen.
Warum Atemübungen bei Erkältung so effektiv sind
Der Atem als innerer Arzt
Unser Atem ist weit mehr als nur Sauerstoffaufnahme. Er beeinflusst das vegetative Nervensystem, reguliert Spannungszustände im Körper – und kann aktiv das Immunsystem stärken. Gerade bei ersten Anzeichen von Infekten ist eine gezielte Atemaktivierung oft wirkungsvoller als viele denken.
Was passiert im Körper?
- Die Lungen werden besser durchblutet
- Schleimhäute werden befeuchtet und gestärkt
- Spannungen in Bronchien und Rachen lösen sich
- Die Psyche wird beruhigt, Stress abgebaut
Die Atemübung gegen Erkältung – Schritt für Schritt
Diese Übung kannst Du im Liegen durchführen – ideal vor dem Einschlafen oder morgens im Bett.
1. Aktivierung – der schnelle Atem
- Lege Dich bequem hin, Hände ruhen auf dem Körper
- Atme 1 Minute lang zügig ein und aus – wie ein leises Hecheln
- Spüre, wie der Körper wach wird
2. Beruhigung – der freie Atem
- Atme nun 2 Minuten ruhig, langsam und geräuschlos
- Lass den Atem kommen und gehen, ohne Kontrolle
- Der Körper entspannt sich
3. Spannungsaufbau mit Atemkraft
- Sauge mit gespitzten Lippen hörbar tief Luft ein, bis die Lunge voll ist
- Halte den Atem – nicht pressen!
- Spanne gleichzeitig beide Fäuste kräftig an – halten, halten, halten…
- Dann lösen – und den Atem von selbst fließen lassen
4. Noch einmal Energie mobilisieren
- Wiederhole für 1 Minute den schnellen Atem
- Danach: tiefes, hörbares Einatmen durch gespitzte Lippen
- Pfeifend in kurzen Stößen ausatmen – so lange wie möglich
Wichtig: Jede Phase bewusst und mit innerer Aufmerksamkeit durchführen. Der Körper soll arbeiten, nicht „funktionieren“.
Mentale Unterstützung: Gedankenkraft lenken
Während der Übung denkst Du bewusst:
„Ich atme Kraft und Gesundheit ein.
Alle Störungen sind verschwunden.
Mein Körper ist gereinigt und erneuert.
Meine Lungen und Atemwege sind gesund.
Ich bin gesund.“
Diese Autosuggestion verstärkt die Wirkung der Übung – denn Körper und Geist arbeiten am besten im Team.
Fazit: Starker Atem – starke Abwehr
Mit dieser Atemroutine aktivierst Du nicht nur Deine Selbstheilungskräfte, sondern stärkst auch Deine Stimme, Deine Präsenz und Deine Resilienz. Ideal für alle, die viel sprechen, unter Menschen sind oder ihre Gesundheit bewusst stärken wollen.
stimme.at-Autor: Anno Lauten
Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash